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Gibt es auch so etwas wie Turniere?

Ja gibt es! ABER…

Auch wenn das Wort "Aber" im Taekwon-Do nicht gern gesehen ist, so ist es hier mehr als angebracht. Taekwon-Do an sich ist als Wettkampfsport nicht wirklich geeignet, denn Taekwon-Do lehrt Respekt, Disziplin und Bescheidenheit. Ein wesentlicher Bestandteil der Entwicklung vom Taekwon-Do Schüler zum Meister ist das gegenseitig Unterstützen der Schüler beim Lernen. Wären Turniere ein fester Bestandteil des Taekwon-Do, so würde dies den Prinzipien des Taekwon-Do widersprechen und der erfolgreichen Ausbildung der Schüler entgegenwirken.

Bei regelmäßiger (häufiger) Teilnahme an Turnieren und Wettkämpfen stellt sich schnell der Wunsch ein, gute Platzierungen zu erreichen, um eine Medaille oder einen Pokal zu „gewinnen“. Um besser zu sein als andere, ist es nicht gerade nützlich den anderen zu helfen besser zu werden!
 

Der steigende Wille „besser zu sein“ als andere steht Bescheidenheit im Weg.
 

Zwischen der Freude über die eigene Überlegenheit bzw. des Unterliegens eines Kontrahenten und dem Fehlen von Respekt gegenüber der Leistung und der Person der anderen Teilnehmer ist es manchmal nur ein schmaler Grat. Haben Sie schon einmal den Satz gehört „Ich bin man besser als du!“ ?
 

Vielfach wird der Freikampf mit Kontakt ausgeführt. Gleichgültig, ob dabei mit Vollkontakt oder Semikontakt gearbeitet wird, ist dabei der vorsätzliche Treffer das vorrangige Ziel im Kampf. Wenn man dabei beachtet, dass bei der Beobachtung auch von Semikontakt Kämpfen der einzige Unterschied zum Vollkontakt zu sein scheint, dass ein vorsätzlicher „Knockout“ des Gegners zur Disqualifikation führt und somit immer Verletzungen von vornherein eingeplant und sogar beabsichtigt sind, so kann von aufrichtigem „Respekt“ nicht mehr ernsthaft die Rede sein. Schon gar nicht von Respekt gegenüber der Gesundheit des Kontrahenten.

 

(c) Björn Schunk