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WETTKAMPFSPORT

Taekwon-Do als Wettkampfsport - geht das?

Der Ursprung des Taekwon-Do liegt in den Kampfkünsten. Der sportliche Aspekt des Taekwon-Do ist unübersehbar. Die Sichtweise auf das Taekwon-Do als einen reinen Wettkampfsport ist für die Kampfkunst jedoch fatal. Der Freikampf steht dabei besonders im Fokus der Sportwelt, doch auch der Formenlauf findet immer mehr Anhänger (siehe unten).

Formenlauf

Auch der Formenlauf findet international als Wettkampfsport immer mehr Beachtung und besonders in den USA werden in diesem Bereich große Wettbewerbe ausgetragen. Dabei ist zu beobachten, dass der ursprüngliche Sinn des Formenlaufes immer mehr in den Hintergrund rückt und eine Verlagerung auf den Show- und Entertainmentsektor stattfindet. Es kommen auch vermehrt bunte Anzüge, Musik- und Lichteffekte zum Einsatz.

 

Freikampf

Beim Freikampf werden in den unterschiedlichen Weltverbänden und auf den unterschiedlichen Plattformen hauptsächlich drei verschiedene Arten des Freikampfes geübt:

1. Ohne Kontakt

Eine Art des Freikampfes, ist der kontaktlose Kampf. Hier ist das Ziel das harmonische Miteinander mit dem Übungspartner. Ziel ist es, die Techniken präzise vor dem Ziel abzustoppen. Somit wird das Verletzungsrisiko minimiert. Die Kontrolle über die Technik steht dabei im Vordergrund. Durch die verwendeten Technikabfolgen soll ein wirkungsvoller "Abwehrschild" aufgebaut werden, der dazu führt, dass der Übungspartner bei zu großer Annäherung getroffen werden würde, wenn die Technik nicht abgestoppt wird. - Diese Form des Freikampfes ist im Wettkampfsport am wenigsten verbreitet.

2. Vollkontakt (olympisch)

Durch die olympische Bewegung wurde die Wettkampfgeprägte Variante des Taekwon-Do als "Vollkontakt-Kampfsport" international sehr bekannt. Die Zenkunst geriet dabei zunehmend aus dem Fokus. Gerade der Freikampf mit Kontakt, wie er bei den Olympischen Spielen gezeigt wird, stellt für viele Taekwon-Do Meister einen Widerspruch zur eigentlichen Philosophie des Taekwon-Do dar. Die Frage stellt sich, wie sich gezielte Schläge und Tritte, die den Gegner treffen sollen, um somit Punkte zu erzielen, mit dem Respekt gegenüber der Gesundheit und der Person des Kontrahenten vereinbaren lassen.

3. Semikontakt

Eine abgeschwächte Form des Kampfes mit Kontakt wird international als "Semikontakt" geübt und kommt ebenfalls weltweit bei Turnieren zum Einsatz. Hier kommen zwar auch - wie bei der Vollkontakt Variante - diverse Protektoren zum Einsatz, doch gibt es für gesprungene Fußtritte gegen den Kopf des Gegners die höchsten Punkte. Der K.O., also der "Knockout" ist beim Semikontakt-Kampf nicht erlaubt und kann zu Punktabzügen führen. So scheint für den Betrachter der offensichtliche Unterschied nur bei der Gewichtung von Sprungtechniken und der Bewertung eines Knockouts zu sein.

 

(c) Björn Schunk